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Start » Archiv nach Tag 'Lexikon-Wirtschaft'
 Januar 10th, 2010
 Logo der Kommission
Die Codex Alimentarius Kommission (lat. für »Lebensmittel-Kodex«) wurde im Jahre 1962 als gemeinsames Instrument der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO[?]) gegründet. Sie hat zum obersten Ziel, durch die Erarbeitung von internationalen Lebensmittelstandards die Gesundheit der Verbraucher zu schützen und redliche Praktiken im internationalen Verkehr mit Lebensmitteln sicherzustellen. Heute hat die Codex Alimentarius Kommission 165 Mitgliedsländer.[1]
Quellen:
[1] Bundesinstitut für Risikobewertung
[2]
Weiterführende Verweise
↑ Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Codex
↑ Heimseite der Kommission
↑ Zum Codex aufinfo.kopp-verlag.de
 Januar 7th, 2010
 Wie das Finanzsystem funktioniert (Quelle: de.indymedia.org)
Zum Finanzsystem gehören alle Institutionen, die finanzielle Leistungen für eine Volkswirtschaft erbringen. Dazu zählen insbesondere Finanzmärkte (Geldmarkt, Kapitalmarkt und Devisenmarkt) und Finanzintermediäre (Banken, Versicherungen usw.) Die wichtigsten Funktionen des Finanzsektors sind die Geldfunktion, die Lenkungsfunktion (Allokationsfunktion), d.h. die Vermittlung und Koordination des finanziellen Mittelflusses zwischen Kreditgebern (Gläubiger) und Kreditnehmern (Schuldner), und die Versicherungsfunktion (Diversifikationsfunktion), d.h. die Reduktion des mit der Überlassung von finanziellen Mitteln verbundenen Risikos. [1]
Bedeutende staatliche Institutionen im Finanzsystem sind die Zentralbanken, z.B. die FED supranationale Banken, zum Beispiel die Weltbank, internationale Entwicklungsbanken mit regionalem Tätigkeitsfeld, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, der Internationale Währungsfonds und verschiedene Aufsichtsbehörden, zum Beispiel die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht[?].
Zitate
„Eigentlich ist es gut, dass die Menschen unser Banken- und Währungssystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution vor morgen früh.“
(Henry Ford, 1863-1947)
„Denn wenn sie alle vollständig verstehen, wie sie vorgeht, was sie tut, wie sie die Geldpolitik und die Zinsen manipuliert, werden sie endlich kapieren, dass es die FED ist, die das ganze Unheil angerichtet hat.“
(Ron Paul, republikanischer US-Kongressabgeordneter, 2009)
[siehe auch -› Finanzkrise]
Quellen:
[1] Horst Gischer, Bernhard Herz, Lukas Menkhoff: Geld, Kredit und Banken.Verlag: Springer, Berlin. 2005
[2]
[3]
Weiterführende Verweise
↑ Im Auge des Hurricans, auf mmnews.de
↑ Finanzkrise – was dann?, auf de.indymedia.org
 Oktober 28th, 2009
 Logo der Welthandelsorganisation
Die WTO [World Trade Organization, deutsch Welthandelsorganisation] wurde am 15. April 1994 in Marrakesch, Marokko (in Kraft getreten am 1. Januar 1995) gegründet und hat ihren Sitz in Genf. Ihre Aufgaben sind die Durchsetzung der Interessen der weltweit tätigen Korpokratie wie Lieberalisierung und Privatisierung.
Die offizielle Lesart lautet: “Aufgabe der WTO ist es, die Mitgliedsländer in ihrer Handelspolitik zu beraten und anschließend die Politik der einzelnen Länder miteinander zu koordinieren. Dies geschieht zumeist im Rahmen multilateraler Verhandlungen. Weiterhin ist die WTO bestrebt, durch Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds IMF, der Weltbank und anderen internationalen Institutionen eine aufeinander abgestimmte Handelspolitik mit der jeweils angestrebten Währung- und Entwicklungspolitik zu verknüpfen.”[1]
Die Bediensteten und Vertreter der WTO haben die Vorrechte und Immunitäten einer Sonderorganisation der UNO[?], obwohl die WTO keine UN-Sonderorganisation ist.[2]
Die Welthandelsorganisation wird gerne von der USA dazu benutzt, andere Länder mit Sanktionen zu erpressen, wenn sie nicht mit den USA “kooperieren”.[3]
Quellen:
[1] WTO auf de.Wikipedia
[2] Der Fischer Weltalmanach. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main, 2008
[3] Fallbeispiel auf heise.de
Weiterführende Verweise
↑ Heimseite der Organisation
↑ Michel Chossudovsky: Global Brutal. Der entfesselte Welthandel, die Armut, der Krieg. Verlag Zweitausendeins, 2002
↑ John Perkins: Bekenntnisse eines Economic Hit Man: Unterwegs im Dienst der Wirtschaftsmafia, Goldmann Verlag, 2007
↑ Jean Ziegler: Die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Widersacher. Goldmann Verlag, 2007
 Oktober 23rd, 2009
 Logo von Monsanto
Der Konzern wurde 1901 in St. Louis im US-Bundesstaat Missouri von John F. Queeny als Chemie-Fabrik gegründet und hat heute Niederlassungen in 61 Ländern.
Monsanto ist Teil der weltweiten Korpokratie [1] und hat die Kontrolle über die industrielle Landwirtschaft, indem der Konzern versucht, die Bauern weltweit von gen-manipuliertem Saatgut und Herbiziden abhängig zu machen. Das geschieht auf zweierlei Weise: erstens ist das gen-manipulierte Saatgut patentrechtlich geschützt und zweitens wird den bauern verboten, Saatgut aus der eigenen Ernte zu verwenden. Das heißt, die Bauern müssen das Saatgut nachkaufen. Im Rahmen des globalen Raubzuges gegen regionale Bauern und Genossenschaften versucht sich Monsanto natürlich als ökologischer Hersteller zu verkaufen, der die Umwelt schützt und den Hunger in der Welt bekämpfen will. Das genaue Gegenteil ist der Fall, was sich an vielen Beispielen darstellen lässt.[2][3][4]
Der Fall Percy Schmeiser
 Percy Schmeiser vor kanadischen Bauern
In Kanada erregte ein Fall Aufsehen, der bis zum obersten Gerichtshof ausgefochten wurde. Monsanto beschuldigte 1998 den Landwirt Percy Schmeiser[?], unberechtigt und unter Verletzung eines Monsanto-Patents die genetisch modifizierte Raps-Variante „Roundup-Ready Canola“, die gegen das Herbizid Roundup resistent ist, angebaut zu haben. Nach Angaben Schmeisers war Raps von vorbeifahrenden Lastwagen gefallen oder von nahen Feldern anderer Bauern herübergeweht worden. Er hatte dies festgestellt, nachdem er auf etwa einem Hektar entlang der Straße Roundup ausbrachte und rund 60 % der Pflanzen überlebten. Aus diesem Teil hatte er Saat auf 400 ha gezielt angebaut und kommerziell verwertet. Die 2004 gefallene höchstrichterliche Entscheidung legte dem Landwirt keine Lizenzzahlungen und keinen Strafschadensersatz auf, da er nicht von den besonderen Eigenschaften der Roundup-resistenten Rapssorte profitiert hatte, hielt aber fest, dass er prinzipiell nicht das Recht hatte, die patentierte Sorte wissentlich anzubauen, nur weil sie zufällig auf seinem Land aufgetaucht war.[5]
Kurz vor der Gerichtsverhandlung am 19. März 2008 bezüglich einer Klage von dem im Jahr 2007 für seinen Kampf gegen die Gentechnik mit dem alternativen Nobelpreis ausgezeichneten Percy Schmeiser gegen Monsanto wegen 2005 auf seinen Feldern unerwünscht aufgetauchten Gv-Rapses kam es zu einer außergerichtlichen Einigung. Monsanto zahlte eine Rechnung über 660 $ aus dem Jahr 2006 für die von Schmeiser selbst durchgeführte Beseitigung, Schmeiser übernahm seine Gerichtskosten und musste Monsantos Verschwiegenheitsklausel nicht unterschreiben. Nach Angaben Schmeisers war Monsanto zuvor in einem ersten außergerichtlichen Einigungsversuch nur unter der Bedingung bereit zu zahlen, dass über den Fall Stillschweigen bewahrt würde und es für die Zukunft ausgeschlossen wäre, Monsanto wegen Kontamination seiner Ernte vor Gericht zu belangen, was Schmeiser nach Angaben der taz als „sittenwidrig“ abgelehnt hatte.[5]
 Verflechtungen Monsantos mit Regierung und Thinktanks
Quellen:
[1] Krake Monsanto
[2]
[3] Artikel von F. William Engdahl auf info.kopp-verlag.de
[4] F. William Engdahl: Saat der Zerstörung. Kopp-Verlag, Rottenburg, 2006
[5] Monsanto in de.Wikipedia
Weiterführende Verweise
↑ Monsanto Deutschland
↑ Monsanto International
↑ Percy Schmeisers Heimseite
↑ Artikel zum Fall Percy Schmeiser auf eco-world.de
↑ Ausführliches Dossier von arte mit Interviews, DVD und Hintergründen
 Oktober 17th, 2009
[Pro·pa·gan·da]
“Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort.” – Gottfried Benn, 1956
In Wirtschaft und Politik beliebte Methode, um etwas zu verkaufen. Dabei wird oft die Strategie der Desinformation angewandt. Heute will man uns zum Beispiel die Globalisierung als alternativlos verkaufen, obwohl man in der ganzen Welt sehen kann, was sie für Schäden anrichtet.
Wer beeinflusst oder Einfluss ausübt, kann Meinungen, Einstellungen, Entscheide, oder Handlungen so beeinflussen, dass Gedanken verändert, stabilisiert oder neu gebildet werden. Das Spektrum vom Begriff “Beeinflussen”, der ethymologisch von “Den Fluss von Ideen oder Gedanken in die Gedankenwelt einer anderen Person einfliessen zu lassen” stammt, reicht von “Einfluss geltend machen” bis hin zur “Suggestion”, “Manipulation” oder “Propaganda”, Beeinflussungsarten, bei denen Personen gegen ihren Willen beeinflusst werden.[2]
Die typischen Beeinflussungstechniken bei der Propaganda
- Vorteile übertreiben
- Nachteile verniedlichen, verschweigen (ausklammern)
- Andere Meinungen übergehen, zensieren
- bewusst falsche Behauptungen aufstellen
- Missverständnisse in Kauf nehmen
- Persönlich werden
- Quellenangabe vertuschen
- Appell an Emotionen (Vorurteile)
- Sachverhalte einseitig darstellen
- Gegenseite verunglimpfen
- Manipulation durch Wortwahl
Wortwahl
| Einige Beispiele, wie durch die Wortwahl manipuliert wird: |
| positiv besetzt |
negativ besetzt |
| Freiheitskämpfer |
Terrorist |
| notwendig |
zerstörend |
| erhaltend, traditionell |
radikal konservativ |
| expandierend |
alles verschlingend |
| Schutz der Arbeitnehmer |
gewerkschaftlich bürokratisch |
| Wahrheit |
Dogma |
| Reformen |
Zusammenbruch |
| Demokratie bringen, befreien |
Krieg |
| kirchliche Vertreter |
Mullahs |
| Regierung |
Regime |
| soziale Gleichheit |
Neid |
| Dissident |
Gefährder |
| Umsiedlung |
Vertreibung |
| Konsens |
Gleichschaltung |
| Kolateral-Schaden |
Kriegsverbrechen |
[siehe auch -› CoIntelPro, Desinformation, Neusprech]
Quellen:
[1] Hintergrund.de
[2] Rhetorik.ch
Weiterführende Verweise
↑ Albrecht Müller: Meinungsmache. Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen, Droemer Sachbuch 2009
↑ Henning Schierholz: Wehrbereitschaft – Ziel politischer Erziehung? Zur Analyse des Einflusses der Bundeswehr auf das Curriculum des politischen Unterrichts. Quelle & Meyer, Heidelberg 1972
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