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Propaganda

[Pro·pa·gan·da]

“Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort.” – Gottfried Benn, 1956

In Wirtschaft und Politik beliebte Methode, um etwas zu verkaufen. Dabei wird oft die Strategie der Desinformation angewandt. Heute will man uns zum Beispiel die Globalisierung als alternativlos verkaufen, obwohl man in der ganzen Welt sehen kann, was sie für Schäden anrichtet.

Wer beeinflusst oder Einfluss ausübt, kann Meinungen, Einstellungen, Entscheide, oder Handlungen so beeinflussen, dass Gedanken verändert, stabilisiert oder neu gebildet werden. Das Spektrum vom Begriff “Beeinflussen”, der ethymologisch von “Den Fluss von Ideen oder Gedanken in die Gedankenwelt einer anderen Person einfliessen zu lassen” stammt, reicht von “Einfluss geltend machen” bis hin zur “Suggestion”, “Manipulation” oder “Propaganda”, Beeinflussungsarten, bei denen Personen gegen ihren Willen beeinflusst werden.[2]

Die typischen Beeinflussungstechniken bei der Propaganda
  • Vorteile übertreiben
  • Nachteile verniedlichen, verschweigen (ausklammern)
  • Andere Meinungen übergehen, zensieren
  • bewusst falsche Behauptungen aufstellen
  • Missverständnisse in Kauf nehmen
  • Persönlich werden
  • Quellenangabe vertuschen
  • Appell an Emotionen (Vorurteile)
  • Sachverhalte einseitig darstellen
  • Gegenseite verunglimpfen
  • Manipulation durch Wortwahl
Wortwahl
Einige Beispiele, wie durch die Wortwahl manipuliert wird:
positiv besetzt negativ besetzt
Freiheitskämpfer Terrorist
notwendig zerstörend
erhaltend, traditionell radikal konservativ
expandierend alles verschlingend
Schutz der Arbeitnehmer gewerkschaftlich bürokratisch
Wahrheit Dogma
Reformen Zusammenbruch
Demokratie bringen, befreien Krieg
kirchliche Vertreter Mullahs
Regierung Regime
soziale Gleichheit Neid
Dissident Gefährder
Umsiedlung Vertreibung
Konsens Gleichschaltung
Kolateral-Schaden Kriegsverbrechen



[siehe auch -› CoIntelPro, Desinformation, Neusprech]


Quellen:
[1] Hintergrund.de
[2] Rhetorik.ch

Weiterführende Verweise
↑ Albrecht Müller: Meinungsmache. Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen, Droemer Sachbuch 2009
↑ Henning Schierholz: Wehrbereitschaft – Ziel politischer Erziehung? Zur Analyse des Einflusses der Bundeswehr auf das Curriculum des politischen Unterrichts. Quelle & Meyer, Heidelberg 1972


Desinformation


Desinformation ist zu einer der wichtigsten Methoden geworden, um politisch unliebsame Bürger (sog. Gefährder, Querulanten), zu diskreditieren. Jeder, der sich nicht der veröffentlichten Meinung unterordnet und wagt, eigene Gedanken und Schlussfolgerungen zu äußern, wird systematisch medial platt gemacht (sobald er einen gewissen Bekanntheitsgrad hat). Da wir ja in einer sogenannten Demokratie leben und auf dem Papier die Meinungsfreiheit[?] propagiert wird, kann man sie natürlich nicht einfach wegsperren. Erst müssen die betreffenden Personen dämonisiert und möglichst in eine rechte Ecke geschoben und am besten als Anti-Semit verteufelt werden.


[siehe auch -› CoIntelPro, Propaganda, Neusprech]

Globalisierung


Sie ist das Bestreben, die Welt zu einem einzigen Wirtschaftsimperium zu machen und den global agierenden Konzernen zur absoluten Ausbeutung vorzuwerfen. Oder anders ausgedrückt:

Zitat orwell-staat.de:

Es geht heute nur noch um den Übergang vom Kapitalismus zum Kannibalismus, wie Jürgen Elsässer es nennt, also von einer produktiven Ausbeutung zu einer unproduktiven Raubwirtschaft mit dem Ziel, alle realen Werte der Welt in den Händen einer winzigen Oligarchie zu vereinen. Geld, das heute keinen eigenen Wert mehr hat und deshalb mit Spekulationsblasen und “Heuschrecken” beliebig vermehrt werden kann, ist dabei nur das Mittel zum Zweck, aber nicht das Ziel. Seit es keinen “Wettstreit der Systeme” mehr gibt, ist die Notwendigkeit für hohe Produktivität und für das Schauspiel der “Freien Welt” entfallen. Staaten, die es ablehnen, ihr gesamtes Volksvermögen an die Hochfinanz zu verhökern, werden als “Schurkenstaaten” betrachtet, und Menschen, die damit nicht einverstanden sind, erklärt man zu “Terroristen”, die ermordet werden müssen (We shall kill them!), wie der US-Stratege und Militärprofessor Thomas Barnett schreibt…

Da die Globalisierung auf Grund ihrer verherenden Folgen nicht im Interesse der Bevölkerung liegt, brauchen die Korpokraten korrupte Vollstrecker an den Schalthebeln der Macht, die ihnen zuarbeiten. Arundhati Roy beschreibt diesen Prozess in einem Artikel auf  Z-Net folgendermaßen [1]:

…Dabei benötigt die Konzern-Globalisierung eine internationale Konföderation aus loyalen, korrupten, authoritären Regierungen in den ärmeren Ländern (die unpopuläre Reformen durchpeitschen u. Aufstände niederschlagen), um so ihre „Vettern-Deals“ durchziehen zu können. Wobei die „Vettern-Deals“ der Konzern-Globalisierung darin bestehen, die Früchte, die wir anbauen, zu Konzerneigentum zu machen, ebenso das Wasser, das wir trinken u. die Luft, die wir atmen, ja selbst die Träume, die wir träumen, eignen sie sich an. Konzern-Globalisierung – ihr wirklicher Name lautet „Imperialismus“ -, braucht aber noch mehr: eine Presse, die vorgibt, frei zu sein u. Gerichte, die vorgeben, Gerechtigkeit zu üben. Gleichzeitig machen die Länder des Nordens ihren Grenzen dicht u. horten Waffen – Massenvernichtungswaffen. Schließlich wollen sie sicherstellen, dass lediglich Geld, Waren, Dienstleistungen u. Patente durch das Globalisierungsnetz schlüpfen. Dinge wie Reisefreiheit sollen hingegen nicht globalisiert werden, ebensowenig Respekt vor den Menschenrechten oder internationale Verträge (z.B. hinsichtlich Rassendiskriminierung, chemischer Waffen u. Atomwaffen, Verträge hinsichtlich der Gasemissionen, die zum Treibhauseffekt führen oder Verträge hinsichtlich Klimawandel[?]) u. schon gar nicht Gerechtigkeit – Gott bewahre!

Die Agenda der Globalisten
  1. Öffnung der Märkte und die Schaffung von Freihandelszonen
  2. Grundrechte-Abbau (Menschen- und Arbeitnehmerrechte)
  3. Privatisierung der öffentlichen Infrastruktur
  4. Einführung einer weltweiten Finanz-Diktatur
  5. Umbau der westlichen Gesellschaft in eine Dienstleistungsgesellschaft

Einer der Chefstrategen der Globalisierung, Thomas Barnett, drückt es so aus [2]:
“Die Neuen Spielregeln werden nicht mehr von Staaten festgelegt, sondern von der Globalisierung vorgegeben” …”Nur die Globalisierung kann Frie­den und Ausgewogenheit in der Welt herbeiführen. Als Voraussetzung für ihr reibungsloses Funktionieren, müssen vier dauerhafte und ungehinderte ‘Flows’ (Ströme, Flüsse) gewährleistet sein:

  1. Der ungehinderte Strom von Einwanderern
  2. Der ungehinderte Strom von Erdöl, Erdgas und allen anderen Roh­stoffen
  3. Das Hereinströmen von Krediten und Investitionen, das Herausströ­men von Profiten
  4. Der ungehinderte Strom amerikanischer Sicherheitskräfte (export of US-security services to regional markets)

Er rechnet natürlich mit Widerstand gegen diese Agenda. Er hat auch einen Rat, wie man mit diesen “Terroristen” umgeht, die sich von den USA nicht “globalisieren lassen wollen [3]:

…jawohl! Ich nehme die vernunftwidrigen Argumente unser Gegner zur Kentniss. Doch sollten sie Widerstand gegen die globale Weltordnung leisten, fordere ich: Tötet sie!

Zitate

Das Aufdrücken des Neoliberalismus[?] auf den Rest der Welt ist auch ein Weg, größere Regionen des Globus zu ponerisieren. Es versteckt sich eine pathologische Ideologie hinter einer wirtschaftlichen Pseudowissenschaft
Henry See
(Interview mit den Herausgebern der Red Pill Press Edition “Politische Ponerologie” mit der Schweizer Journalistin Silvia Cattori)



Quellen:
[1] “Das Empire konfrontieren” auf Z-Net
[2] Thomas P.M. Barnett: The Pentagon’s New Map. Berkley Books, New York 2004
[3] Thomas P.M. Barnett: Blue print for action – a future worth creating. Berkley Books, New York 2005

Weiterführende Verweise
↑ Naomi Klein: No Logo! Goldmann Verlag, 2002,
↑ Richard Melisch: Der letzte Akt, die Kriegserklärung der Globalisierer. Hohenrain-Verlag, Tübingen 2007
↑ Wolfgang Caspart: Das Gift des globalen Neoliberalismus. Mit Turbokapitalismus in die Krise. Amalthea Signum Verlag Wien, 2008
Propaganda-Seite der Globalisten
Die Stimme der Vernunft


Politischer Mord


Wird gerne vom herrschenden Establishment angewendet, um unliebsame Kontrahenten loszuwerden. Es gibt drei Stufen, um einen Gegner mundtot zu machen: Bestechung -> Diffamierung -> Mord. In dieser Reihenfolge. Wobei Mord die letzte, drastischste Maßnahme ist. Hinter diesem steht immer eine Verschwörung. Auch hier hilft die Frage: Wem nützt es?

Woran erkennt man einen pol. Mord?
  1. Entweder ist das Opfer verunfallt worden oder es gibt sofort einen Schuldigen, meistens ein geistig verwirrter oder politischer Außenseiter.
  2. Die Staatsanwaltschaft erklärt den Fall für gelöst.
  3. Die Systempresse stimmt unisono auf diese Linie ein.
  4. Die Ermittlungsakten bleiben aus Sicherheitsgründen unter Verschluss.
Das Kennedy-Attentat

Das Kennedy-Attentat[?] ist das Parade-Beispiel schlechthin für den politischen Mord. Von offiziellen Stellen wird immer noch die These vom Einzeltäter Lee Harvey Oswald kolportiert. Dabei kann heute die Beteiligung regierungsnaher Kreise der USA an der Verschwörung gegen J.F.K. als bewiesen gelten.[1][2]

Motivation

Das politische Morde von Psychopathen [Menschen ohne jegliches Gewissen] in Auftrag gegeben werden, kann man gut anhand der Politischen Ponerologie nachweisen. Zitat von Laura Knight-Jadczyk aus einem Interview der Herausgeber[3]:

… Für viele Jahre operierte dieses System verdeckt, weil es noch gewissenhafte Leute an hohen Positionen gab; aber mit der Zeit wurden sie alle ersetzt bzw. anderweitig beseitigt, und nun ist die Pathologie des Systems ins Freie getreten; aber niemanden kümmert es. Wenn man sich die Geschichte der letzten fünfzig Jahre ansieht, wird man herausfinden, dass fast jede öffentliche Figur, die auf tragische Art umgekommen ist, Gewissen hatte, Mitgefühl für die Leute und genug Einfluss, um Wellen gegen die pathologischen Typen zu schlagen.



Quellen:
[1] Erik Hedegaard am 05.04.2007 im RollingStone: The Last Confessions of E. Howard Hunt
[2] Mark Lane: Warum musste John F. Kennedy sterben? Das CIA-Komplott. ECON-Taschenbuchverlag. 1992
[3] Interview der Herausgeber der “Politischen Ponerologie”

Weiterführende Verweise
Die Mord & Totschlag GmbHs auf Sklaven-ohne Ketten
J.F.K. auf Orwell-Staat

Neusprech


Der Ausdruck Neusprech [deutsch für newspeak] wurde von George Orwell in seinem wegweisenden Roman “1984″ kreiert. Ziele sind Desinformation und dem Souverän eine Politik zu verkaufen, die gegen seine Interessen gerichtet ist (z.b. Krieg) und ihm einzureden, es sei für seine Sicherheit nötig. Dafür werden zum Beispiel Euphemismen verwendet, um die wahre Bedeutung eines Wortes zu verschleiern oder sogar den Sinn umzukehren.

Einige aktuelle Beispiele [1]:

Tötung von Zivilisten – Kollateralschäden
Waffen & Streubomben – Intelligente Wirksysteme
Militärischer Auftrag mit der Option zu töten – Robustes Mandat
Angriff – Vorwärtsverteidigung
Folter – Umstrittene Verhörmethode
Entlassung, Kündigung – Freisetzung
Sozialabbau – Reformen
Gerechtigkeitsdebatte – Neiddebatte

In Deutschland haben sich die “Denkfabrik” Bertelsmann-Stiftung und INSM als führend in der Wortschöpfung und Schönfärberei erwiesen. Sie beraten die Regierung, wie man unpopuläre Maßnahmen dem Volk verkaufen kann, ohne dass es bemerkt wird oder zumindest als alternativlos akzeptiert wird



Quellen:
[1] bund.net
[2] de.wikipedia.org
[3] en.wikipedia.org
[4] Zum Krieg der Worte auf principiis-obsta