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Codex Alimentarius


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Die Codex Alimentarius Kommission (lat. für »Lebensmittel-Kodex«) wurde im Jahre 1962 als gemeinsames Instrument der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO[?]) gegründet. Sie hat zum obersten Ziel, durch die Erarbeitung von internationalen Lebensmittelstandards die Gesundheit der Verbraucher zu schützen und redliche Praktiken im internationalen Verkehr mit Lebensmitteln sicherzustellen. Heute hat die Codex Alimentarius Kommission 165 Mitgliedsländer.[1]







Quellen:
[1] Bundesinstitut für Risikobewertung
[2]

Weiterführende Verweise
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Codex
Heimseite der Kommission
↑ Zum Codex aufinfo.kopp-verlag.de


Dialektik


[dia'lɛktɪk]

Falsch oder richtig?

Falsch oder richtig?

Gegensatz von zwei Seiten, wobei die eine Seite nicht ohne die andere existieren kann, sie bedingen sch gegenseitig, sind existentiell voneinander abhängig und sind miteinander vermittelbar.
Dialektischer Gegensatz: wenn ein Element untergeht, geht alles unter.[1]

Dialektik in der Politik kann man grob umschreiben als die Spaltung der Gesellschaft in zwei verfeindete Gruppen zu gunsten eines Dritten, der sich daraus Vorteile verschafft. Die Mitglieder dieser Gesellschaft sollen dadurch von den wahren Problemen abgelenkt werden, die dieser Dritte verursacht oder zu verantworten hat. Im Sinne von “links” und “rechts” gibt es aber noch zwei Gruppen, die man dazu rechnen muss. Nämlich die “Mitte”, die glaubt, dass sie neutral ist und die, die aus der ganzen Debatte ihre Vorteile ziehen: dass das dumme Volk mit sich selbst beschäftigt ist. Die sogenannte Mitte, dass sind die, die George Orwell in seinem Roman die “Proles” nannte, die desinteressierte graue Masse. Beispiele für die Spaltung in der menschlichen Gesellschaft gibt es genug:

  • Jung gegen alt
  • Gesunde gegen Kranke
  • Männlich gegen Weiblich
  • Arbeitende Bevölkerung gegen Rentner
  • Links gegen Rechts
  • Raucher gegen Nichtraucher

usw.

N.H.Marzahn beschreibt die angewandte Dialektik in der Gesellschaft folgendermaßen[2]:

…Die Gegenseite verfügt über großen Erfahrung mit der Dialektik, die für sie eine Art einheitliche Feldtheorie des Geistes wurde. Sie erkannte, daß man ein Feld schafft, wenn man zwei Pole einschaltet. Kontrolliert man beide Pole, so kontrolliert man auch das Feld und kann das Geschehen in diesem Feld bestimmen, ohne jedes einzelne Teilchen direkt kontrollieren zu müssen. Die Teilchen, die Menschen, reagieren ganz von selbst nach Maßgabe der Feldspannung. Es gehört zur Dialektik, das Gegenteil von dem zu propagieren, was eigentlich erreicht werden soll, sie ist also auch recht hinterlistig. Will man zum Beispiel eine Geistesströmung erzeugen, die sich gegen Etwas richtet, so erzeugt man gleichzeitig eine Geistesströmung, die sich für dieses Etwas einsetzt. Durch Kontrolle beider Pole ist dann einen Wechselwirkung möglich, die darin besteht, daß ein Pol den anderen Pol reizt, woraufhin dieser zurückreizt usw. Das erhöht die Spannung des jeweiligen geistigen Feldes und diese hohe Spannung zieht dann immer mehr Menschen hinein. Rede und Gegenrede, das ist auch hier das Prinzip. Es erweckt den Eindruck einer Auswahlmöglichkeit, die strategisch vorgeprägt ist, und in einem starken Feld entsteht sogar ein massenpsychologischer Auswahlzwang. Obwohl das gesamte Feld eine pure Erfindung ist, kann die Masse soweit gebracht werden, daß sie glaubt, daß es überhaupt nur dieses Feld und seine zwei Möglichkeiten geben würde. Das Feld läßt drei Auswahlmöglichkeiten zu: Pol A, Pol B oder dazwischen, was nicht beide heißt, sondern keinen davon. Die Formel lautet A oder B oder Weder-Noch. A und B wäre eine weitere Alternative, die jedoch vermieden werden muß, da sie zu einem Kurzschluß führen würde, der das Feld zusammenbrechen ließe. Das Feld arbeitet mehr mit Abstoßung, als mit Anziehung, es ist negierend. So ist A nicht unbedingt selbst anziehend und wird eher aus einer B-Verneinung, B-Abstoßung heraus anziehend. Ebenso nährt sich B von der A-Abstoßung. Weder-Noch lebt von der doppelten Abstoßung, weshalb die ganze Feldtheorie ausgesprochen nihilistisch ist. Sie lebt vom Nein, vom Anti.



Quellen:
[1] Projekt Offene Theorie
[2] Gedankenfrei

Propaganda

[Pro·pa·gan·da]

“Am Anfang war das Wort und nicht das Geschwätz, und am Ende wird nicht die Propaganda sein, sondern wieder das Wort.” – Gottfried Benn, 1956

In Wirtschaft und Politik beliebte Methode, um etwas zu verkaufen. Dabei wird oft die Strategie der Desinformation angewandt. Heute will man uns zum Beispiel die Globalisierung als alternativlos verkaufen, obwohl man in der ganzen Welt sehen kann, was sie für Schäden anrichtet.

Wer beeinflusst oder Einfluss ausübt, kann Meinungen, Einstellungen, Entscheide, oder Handlungen so beeinflussen, dass Gedanken verändert, stabilisiert oder neu gebildet werden. Das Spektrum vom Begriff “Beeinflussen”, der ethymologisch von “Den Fluss von Ideen oder Gedanken in die Gedankenwelt einer anderen Person einfliessen zu lassen” stammt, reicht von “Einfluss geltend machen” bis hin zur “Suggestion”, “Manipulation” oder “Propaganda”, Beeinflussungsarten, bei denen Personen gegen ihren Willen beeinflusst werden.[2]

Die typischen Beeinflussungstechniken bei der Propaganda
  • Vorteile übertreiben
  • Nachteile verniedlichen, verschweigen (ausklammern)
  • Andere Meinungen übergehen, zensieren
  • bewusst falsche Behauptungen aufstellen
  • Missverständnisse in Kauf nehmen
  • Persönlich werden
  • Quellenangabe vertuschen
  • Appell an Emotionen (Vorurteile)
  • Sachverhalte einseitig darstellen
  • Gegenseite verunglimpfen
  • Manipulation durch Wortwahl
Wortwahl
Einige Beispiele, wie durch die Wortwahl manipuliert wird:
positiv besetzt negativ besetzt
Freiheitskämpfer Terrorist
notwendig zerstörend
erhaltend, traditionell radikal konservativ
expandierend alles verschlingend
Schutz der Arbeitnehmer gewerkschaftlich bürokratisch
Wahrheit Dogma
Reformen Zusammenbruch
Demokratie bringen, befreien Krieg
kirchliche Vertreter Mullahs
Regierung Regime
soziale Gleichheit Neid
Dissident Gefährder
Umsiedlung Vertreibung
Konsens Gleichschaltung
Kolateral-Schaden Kriegsverbrechen



[siehe auch -› CoIntelPro, Desinformation, Neusprech]


Quellen:
[1] Hintergrund.de
[2] Rhetorik.ch

Weiterführende Verweise
↑ Albrecht Müller: Meinungsmache. Wie Wirtschaft, Politik und Medien uns das Denken abgewöhnen wollen, Droemer Sachbuch 2009
↑ Henning Schierholz: Wehrbereitschaft – Ziel politischer Erziehung? Zur Analyse des Einflusses der Bundeswehr auf das Curriculum des politischen Unterrichts. Quelle & Meyer, Heidelberg 1972


Globalisierung


Sie ist das Bestreben, die Welt zu einem einzigen Wirtschaftsimperium zu machen und den global agierenden Konzernen zur absoluten Ausbeutung vorzuwerfen. Oder anders ausgedrückt:

Zitat orwell-staat.de:

Es geht heute nur noch um den Übergang vom Kapitalismus zum Kannibalismus, wie Jürgen Elsässer es nennt, also von einer produktiven Ausbeutung zu einer unproduktiven Raubwirtschaft mit dem Ziel, alle realen Werte der Welt in den Händen einer winzigen Oligarchie zu vereinen. Geld, das heute keinen eigenen Wert mehr hat und deshalb mit Spekulationsblasen und “Heuschrecken” beliebig vermehrt werden kann, ist dabei nur das Mittel zum Zweck, aber nicht das Ziel. Seit es keinen “Wettstreit der Systeme” mehr gibt, ist die Notwendigkeit für hohe Produktivität und für das Schauspiel der “Freien Welt” entfallen. Staaten, die es ablehnen, ihr gesamtes Volksvermögen an die Hochfinanz zu verhökern, werden als “Schurkenstaaten” betrachtet, und Menschen, die damit nicht einverstanden sind, erklärt man zu “Terroristen”, die ermordet werden müssen (We shall kill them!), wie der US-Stratege und Militärprofessor Thomas Barnett schreibt…

Da die Globalisierung auf Grund ihrer verherenden Folgen nicht im Interesse der Bevölkerung liegt, brauchen die Korpokraten korrupte Vollstrecker an den Schalthebeln der Macht, die ihnen zuarbeiten. Arundhati Roy beschreibt diesen Prozess in einem Artikel auf  Z-Net folgendermaßen [1]:

…Dabei benötigt die Konzern-Globalisierung eine internationale Konföderation aus loyalen, korrupten, authoritären Regierungen in den ärmeren Ländern (die unpopuläre Reformen durchpeitschen u. Aufstände niederschlagen), um so ihre „Vettern-Deals“ durchziehen zu können. Wobei die „Vettern-Deals“ der Konzern-Globalisierung darin bestehen, die Früchte, die wir anbauen, zu Konzerneigentum zu machen, ebenso das Wasser, das wir trinken u. die Luft, die wir atmen, ja selbst die Träume, die wir träumen, eignen sie sich an. Konzern-Globalisierung – ihr wirklicher Name lautet „Imperialismus“ -, braucht aber noch mehr: eine Presse, die vorgibt, frei zu sein u. Gerichte, die vorgeben, Gerechtigkeit zu üben. Gleichzeitig machen die Länder des Nordens ihren Grenzen dicht u. horten Waffen – Massenvernichtungswaffen. Schließlich wollen sie sicherstellen, dass lediglich Geld, Waren, Dienstleistungen u. Patente durch das Globalisierungsnetz schlüpfen. Dinge wie Reisefreiheit sollen hingegen nicht globalisiert werden, ebensowenig Respekt vor den Menschenrechten oder internationale Verträge (z.B. hinsichtlich Rassendiskriminierung, chemischer Waffen u. Atomwaffen, Verträge hinsichtlich der Gasemissionen, die zum Treibhauseffekt führen oder Verträge hinsichtlich Klimawandel[?]) u. schon gar nicht Gerechtigkeit – Gott bewahre!

Die Agenda der Globalisten
  1. Öffnung der Märkte und die Schaffung von Freihandelszonen
  2. Grundrechte-Abbau (Menschen- und Arbeitnehmerrechte)
  3. Privatisierung der öffentlichen Infrastruktur
  4. Einführung einer weltweiten Finanz-Diktatur
  5. Umbau der westlichen Gesellschaft in eine Dienstleistungsgesellschaft

Einer der Chefstrategen der Globalisierung, Thomas Barnett, drückt es so aus [2]:
“Die Neuen Spielregeln werden nicht mehr von Staaten festgelegt, sondern von der Globalisierung vorgegeben” …”Nur die Globalisierung kann Frie­den und Ausgewogenheit in der Welt herbeiführen. Als Voraussetzung für ihr reibungsloses Funktionieren, müssen vier dauerhafte und ungehinderte ‘Flows’ (Ströme, Flüsse) gewährleistet sein:

  1. Der ungehinderte Strom von Einwanderern
  2. Der ungehinderte Strom von Erdöl, Erdgas und allen anderen Roh­stoffen
  3. Das Hereinströmen von Krediten und Investitionen, das Herausströ­men von Profiten
  4. Der ungehinderte Strom amerikanischer Sicherheitskräfte (export of US-security services to regional markets)

Er rechnet natürlich mit Widerstand gegen diese Agenda. Er hat auch einen Rat, wie man mit diesen “Terroristen” umgeht, die sich von den USA nicht “globalisieren lassen wollen [3]:

…jawohl! Ich nehme die vernunftwidrigen Argumente unser Gegner zur Kentniss. Doch sollten sie Widerstand gegen die globale Weltordnung leisten, fordere ich: Tötet sie!

Zitate

Das Aufdrücken des Neoliberalismus[?] auf den Rest der Welt ist auch ein Weg, größere Regionen des Globus zu ponerisieren. Es versteckt sich eine pathologische Ideologie hinter einer wirtschaftlichen Pseudowissenschaft
Henry See
(Interview mit den Herausgebern der Red Pill Press Edition “Politische Ponerologie” mit der Schweizer Journalistin Silvia Cattori)



Quellen:
[1] “Das Empire konfrontieren” auf Z-Net
[2] Thomas P.M. Barnett: The Pentagon’s New Map. Berkley Books, New York 2004
[3] Thomas P.M. Barnett: Blue print for action – a future worth creating. Berkley Books, New York 2005

Weiterführende Verweise
↑ Naomi Klein: No Logo! Goldmann Verlag, 2002,
↑ Richard Melisch: Der letzte Akt, die Kriegserklärung der Globalisierer. Hohenrain-Verlag, Tübingen 2007
↑ Wolfgang Caspart: Das Gift des globalen Neoliberalismus. Mit Turbokapitalismus in die Krise. Amalthea Signum Verlag Wien, 2008
Propaganda-Seite der Globalisten
Die Stimme der Vernunft


Neusprech


Der Ausdruck Neusprech [deutsch für newspeak] wurde von George Orwell in seinem wegweisenden Roman “1984″ kreiert. Ziele sind Desinformation und dem Souverän eine Politik zu verkaufen, die gegen seine Interessen gerichtet ist (z.b. Krieg) und ihm einzureden, es sei für seine Sicherheit nötig. Dafür werden zum Beispiel Euphemismen verwendet, um die wahre Bedeutung eines Wortes zu verschleiern oder sogar den Sinn umzukehren.

Einige aktuelle Beispiele [1]:

Tötung von Zivilisten – Kollateralschäden
Waffen & Streubomben – Intelligente Wirksysteme
Militärischer Auftrag mit der Option zu töten – Robustes Mandat
Angriff – Vorwärtsverteidigung
Folter – Umstrittene Verhörmethode
Entlassung, Kündigung – Freisetzung
Sozialabbau – Reformen
Gerechtigkeitsdebatte – Neiddebatte

In Deutschland haben sich die “Denkfabrik” Bertelsmann-Stiftung und INSM als führend in der Wortschöpfung und Schönfärberei erwiesen. Sie beraten die Regierung, wie man unpopuläre Maßnahmen dem Volk verkaufen kann, ohne dass es bemerkt wird oder zumindest als alternativlos akzeptiert wird



Quellen:
[1] bund.net
[2] de.wikipedia.org
[3] en.wikipedia.org
[4] Zum Krieg der Worte auf principiis-obsta