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Ein guter Tag für den Schutz der Bürger vor Behördenwillkür

Balance à tabac 1850 (Quelle: Wikimedia commons)

Man muss der Gerechtigkeit ganz schön nachhelfen (Quelle: Wikimedia commons)

Die Richter des Bundesverfassungsgerichtes in Karlsruhe haben sich heute gegen die mittlerweile gängige Praxis der unbegrenzten Datenerfassung und Speicherung ausgesprochen [1]. Sie sei mit dem Telekommunikationsgeheimnis nicht vereinbar. Dabei haben sie nicht kritisiert, dass Daten erhoben werden, sondern wie. Sie erklärten die Erhebung unter bestimmten Bedingungen für statthaft, nämlich (Zitat):

“Angesichts des besonderen Gewichts einer vorsorglichen
Telekommunikationsverkehrsdatenspeicherung ist diese nur dann mit Art.
10 Abs. 1 GG vereinbar, wenn ihre Ausgestaltung besonderen
verfassungsrechtlichen Anforderungen entspricht. Es bedarf insoweit
hinreichend anspruchsvoller und normenklarer Regelungen zur
Datensicherheit, zur Begrenzung der Datenverwendung, zur Transparenz und
zum Rechtsschutz.”

Auch verwarfen sie die durch die EU erhobene Richtlinie 2006/24/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über die Vorratsdatenspeicherung aus dem Jahre 2006 zur Datenspeicherung als verfassungswidrig, die alle Telekommunikationsanbieter dazu verpflichtet, die in § 113a TKG erfassten Daten für mindestens sechs Monate und höchstens zwei Jahre zu speichern und für die Verfolgung von schweren Straftaten bereitzuhalten.
Als Konsequenz ihrer Urteilsverkündung fordern die Richter, alle bis zum heutigen Tage erhobenen Daten ersatzlos zu löschen.

Mein Kommentar dazu: Und wieder einmal mussten die Verfassungsrichter ein saumäßig ausgearbeitetes Gesetz aufheben. Nachdem mittlerweile in Berlin so verfahren wird: “Wir erlassen, was wir wollen. Was interessieren uns schon Bürger und Verfassung”, glaube niemand, dass das letzte Wort dazu schon gesprochen ist. Unsere Berufspolitiker werden schon Mittel und Wege finden, um im Namen der “Terrorbekämpfung” die Bürger weiter ausspionieren zu können. Notfalls wird eben die Verfassung dahingehend geändert, wie es schon seit Jahren Usus ist.



Quellen:
[1] Urteilsverkündung auf bundesverfassungsgericht.de
[2] Kommentar dazu auf heise online


CDU’s Elmar Brok: Deutschland muss für alle zahlen

Die “Spekulanten-Blöd” titelt “Berlin will Griechenland retten”. Die deutsche Bevölkerung will das nicht. Aber die deutsche ReGIERung und das Deutsche Volk haben ohnehin nichts mehr gemeinsam. Da Deutschland selber hoch verschuldet ist, muss Deutschland wohl weitere Kredite aufnehmen, um Griechenlands Schulden zu begleichen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen… Ständig ist in diesem Zusammenhang immer nur von Investoren die Rede. Sie würden aufatmen, wenn Deutschland Griechenland unter die Arme greift. Was für ein Film läuft hier eigentlich? Für mich sieht das so aus, dass Deutschland mit Gewalt ausgeblutet werden soll. Warum verstossen die Politdarsteller in Berlin und anderswo so eklatant gegen den Willen der Bevölkerung? In Deutschland, dass Griechenland retten soll, sieht es momentan so aus:

Bei einem Vortrag im EU-Parlament, bei dem der britische Eu-Parlamentarier Daniel Hannan sinngemäß sagte, Deutschland werde durch die EU nur gemolken und sollte deswegen seine Konsequenzen ziehen, unterbrach ihn der EU-Parlamentarier Elmar Brok: Hannan würde einen Krieg heraufbeschwören[1]. Heist das im Umkehrschluss, Deutschland muss für alle zahlen, damit es keinen Krieg in Europa gibt???

Leute, Leute, Leute… Ich kann nur hoffen, dass bei der nächsten Wahl ein paar Denkzettel ausgeteilt werden. Aber wer weiß, ob die noch stattfindet.


Quellen:
[1] gefunden auf Astrologie klassisch

Demokratie? Wo?

In aller Munde ist das geflügelte Wort. Politiker aller Coleur beschwören das Dogma der Demokratie. Doch wie sieht es damit in der Wirklichkeit aus? Seit geraumer Zeit werden sogar im Namen der Demokratie Kriege gegen sogenannte “Schurkenstaaten” geführt.

Versuch einer Definition

Das Wort Demokratie leitet sich aus dem griechischem “Demos” [Dorf,Volk] und “Kratia” [Herrschaft] ab. Wobei der Begriff Volk sehr eng gefasst war. Er umfaste nur einen Bruchteil der Bevölkerung, nämlich die wohlhabenden, über 20-jährigen, männlichen und waffentragenden Mitglieder. Mitnichten also, was wir heute darunter verstehen.[1]

Die heutige Demokratie lebt von Transparenz, Öffentlichkeit, Teilhabe und Kontrolle durch den Souverän (das Volk). Zumindest in der Theorie.

Die veschiedenen Ausprägungen
  • Parlamentarische Demokratie (USA?)
  • Representative Demokratie (Deutschland, das Volk wählt die Repräsentanten, die wiederum die politischen Entscheidungen treffen)
  • Konkordanz (Kompromiss)-Demokratie
  • Plebiszitäre (direkte) Demokratie (Schweiz, das Volk hat auf allen Ebenen direktdemokratische Mitspracherechte)
  • Demarchie (Volksvertreter werden per Zufall aus dem Volk gewählt)
  • Mischformen untereinander
Demokratie heute

In “Das Politlexikon” können wir lesen[2]:

1) … das Volk oberster Souverän und oberste Legitimation politischen Handelns. Das bedeutet i.d.R. jedoch nicht, dass das Volk unmittelbar die Herrschaft ausübt.

2) Vielmehr sind die modernen Massen-Demokratien durch politische und gesellschaftliche Einrichtungen (Parlamente, Parteien, Verbände etc.) geprägt, die die Teilhabe des größten Teils der Bevölkerung auf gesetzlich geregelte Teilhabeverfahren (z.B. Wahlen) beschränken. Genauer wird zwischen repräsentativer Demokratie (in der gewählte Abgeordnete das Volk “in seiner Gesamtheit vertreten”) und direkter Demokratie (z.B. einigen Bundesstaaten der USA, in der Schweiz) unterschieden.

3) Die Ausübung politischer Herrschaft wird zunächst durch das Rechtsstaatsprinzip beschränkt, indem die Grund- und Menschenrechte sowie die politische Organisation und die Verteilung der politischen Zuständigkeiten in (i.d.R. schriftlich niedergelegten) Verfassungen garantiert werden. Diese Rechte und Regelungen sind darüber hinaus einklagbar und gelten insbesondere gegenüber den staatlichen Gewalten (Rechtsstaatsprinzip).

4) Unmittelbar wird die politische Machtausübung durch die horizontale Gewaltenteilung moderner Demokratien (Legislative, Exekutive, Judikative), die zu einer gegenseitigen Abhängigkeit und Kontrolle der staatlichen Organe führt, und durch einen mehrstufigen Staatsaufbau beschränkt, wie er besonders in der vertikalen Gewaltenteilung föderativer Staaten (Bundesstaaten) sichtbar wird.

5) Weitere wichtige mittelbare Beschränkungen politischer Macht ergeben sich aus der Kontrolle durch freie Medien (sog. Vierte Gewalt) und der Freiheit zum politischen Engagement in Parteien und Verbänden, Interessengruppen und Initiativen etc. Dieses Engagement kann Grundlage für weitere Demokratisierungsprozesse sein.[2]

Kritik

Zitat “mein Parteibuch”[3]:

Strikt zu unterscheiden ist zwischen den offiziellen stolz publizierten Spielregeln, die eine Steuerungsmöglichkeit durch einzelne konsequent verleugnen und gewissermaßen den Rahmen des in der Öffentlichkeit zu sehenden abstecken, und der Geschicklichkeit der Machthaber innerhalb diesen Rahmens durch den heimlichen Einsatz von Geld und Beziehungen nahezu jedes gewünschte Wahlergebnis möglichst punktgenau erreichen zu können, ohne dass die Steuerung durch die Herrscher allzu offensichtlich wird.

Die tragenden Säulen der Demokratie

Die tragenden Säulen der Demokratie

zu 3. Wo steht unsere Verfassung heute? Wie oft wurde sie umgeschrieben, angepasst und welcher Politiker in Deutschland hält sich noch daran? Wie oft landen Gesetzesvorschläge vor dem Bundesverfassungsgericht?

zu 4. Wenn die Legislative durch Einflussnahme dafür sorgt, dass nur genehme Vertreter in die Judikative gelangen und die Exekutive als willfährige Instrumente der Legislative fungieren, kann wohl nicht mehr von Gewaltenteilung die Rede sein.

zu 5. Ein Blick in die System-Medien offenbart, dass die sog. vierte Gewalt ihre Aufgabe nicht (mehr) wahr nimmt.

Warum erzählen uns Politiker, es gäbe keine Alternative zur Demokratie, bzw. die Alternative wäre Chaos und Anarchie?
Beschränkt sich die Demokratie darauf, alle vier Jahre sein Kreuz zu machen?
Warum wurde die Bevölkerung in Deutschland nicht gefragt, ob sie statt der “harten” D-Mark den Euro haben wollen?
Warum wird keine Volksabstimmung durchgeführt über die Europäische Verfassung? Wollte irgend jemand aus der Bevölkerung unsere “Demokratie” am Hindukush “verteidigen”?
Des Volkes Seele hat bisher noch immer gewusst, was gut ist für die Bevölkerung und was nicht.


Zitate

„Ich sehe den Untergang für jeden Staat kommen, indem nicht das Gesetz über den Herrscher bestimmt, sondern Dieser über das Gesetz.“
Platon

„Macht das Volk glauben, daß es regiert, und es wird sich regieren lassen.“
William Penn,1644 – 1718

„Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat.“
Mahatma Gandhi

„Die Demokratie ist soviel wert wie diejenigen, die in ihrem Namen sprechen.”
Robert Schuman (1886-1963), frz. Politiker

„Demokratie ist, wenn ein europäisches Land in freien Wahlen seine Volksvertreter wählt und daraufhin vom Rest der EU demokratisch boykotiert wird.“
Meine Wenigkeit



[ siehe auch -› hier]


Quellen:
[1] Andreas Popp zur Demokratie (pdf-Datei)
[2] Klaus Schubert, Martina Klein: Das Politiklexikon. Verlag Dietz, Bonn. 2006
[3] Demokratie auf mein Parteibuch

Weiterführende Verweise
↑ Zu Demokratie auf Projektwerkstatt
↑ Zu Demokratie auf Geschichte-Schweiz.ch
Eine der tragenden Säulen der Demokratie in Aktion
↑ Offiziell genehme Demokratie-Definition auf Wikipedia


Nachwahl-Offenbahrungen

Das fängt ja gut an: Vor der Wahl wurden Steuererhöhungen kategorisch abgelehnt und sogar -senkungen erwogen. Aber man muss nur erfinderisch sein: sie haben ja nicht versprochen, dass es keine neuen Steuern geben würde.

Auch W.S., Chef von Miniwahr, lässt die Katze aus dem Sack. Zitat:

Der Minister gab handwerkliche Fehler beim sogenannten Zugangserschwerungsgesetz für Stoppschilder im Internet zu. Das Gesetz zum Schutz vor Kinderpornografie sei im Endspurt des Wahlkampfes auch deshalb entstanden, um die CDU gegenüber anderen Parteien abzusetzen.

Tja, liebe Establishment-Wähler: selber Schuld. Und das war nur der Anfang…

Auf in die nächste Runde

Nachdem Deutschland sich in die unvermeidliche Katastrophe gewählt hat, zeige ich mal ein paar Sachen auf, die in nächster Zeit auf uns zu kommen (hier) oder die uns zumindest beeinflussen werden:

  • Amerika ist finanziell, und wenn es dick kommt, auch gesellschaftlich am Ende (hier, hier im Original).
  • Wohin es mit der Weltwirtschaft geht, lässt sich hier, hier im Original, hier und hier nachlesen, nur nicht in unserer Systempresse.
  • Wir werden eine enorme Steigerung der Arbeitslosigkeit erfahren.
  • Eine Hyperinflation gallopiert auf uns zu (hier, hier).

Ließe sich noch fortsetzen. Aber ich höre mal auf, sonst bekommt noch jemand schlechte Laune…
Aber lasst euch davon nicht erschrecken. Wir haben genau die Politdarsteller gewählt, die es “richten” werden. Guido hat jetzt seine Chance, zu zeigen, was richtiger Neoliberalismus[?] ist.