gefunden im Gelben Forum:
"Am Freitag beschloss der Bundestag in seiner seit langem mit Spannung erwarteten Sitzung mit überwältigender Mehrheit das Gesetz über die Umbenennung der Farbe von Schnee. Schnee hat danach in Deutschland künftig nicht mehr die Farbe weiß, sondern rot.
Die Abgeordneten von CDU, CSU, SPD, FDP und Grüne votierten nahezu einstimmig für das neue Gesetz. Lediglich drei CSU-Abgeordnete enthielten sich der Stimme. Die Vertreter der Partei DIE LINKE, die ihre Zustimmung von einer Verdoppelung der Hartz IV–Leistungen abhängig gemacht hatten, enthielten sich geschlossen der Stimme.
Am nächsten Tag brandete eine Welle der Zustimmung aus Politik, Medien und Interessenvertretungen über das gesamte Land.
Bundeskanzlerin Merkel sprach von einem „Meilenstein der parlamentarischen Demokratie in Deutschland“ und kündigte zugleich „weitere energische Schritte der Politik zur Existenz- und Zukunftssicherung unseres Landes“ an. Bundespräsident Wulff ließ über seinen Sprecher „vollsten Respekt und ein Höchstmaß an Genugtuung“ in Bezug auf diesen zukunftsweisenden parlamentarischen Akt verlautbaren. SPD-Chef Gabriel begrüßte den „längst überfälligen Gesetzesbeschluss“, der “unverkennbar die Handschrift der SPD“ trage. Die Grünen-Politiker Roth und Künast sprachen von einem wichtigen Schritt auf dem Weg hin zu einer bunten Republik. Roth wörtlich: „Schnee ist und bleibt rot“.
Die öffentlich-rechtlichen Fernseh- und Rundfunkanstalten widmeten dem neuen Schnee-Gesetz breiten Raum in ihrer Berichterstattung und lobten einhellig den Mut und die Entschlossenheit der politisch Handelnden. Der Zentralrat der Muslime beglückwünschte „die lieben Freunde in der Politik zu diesem friedliebenden Gesetz, das nicht im Widerspruch zum Islam“ stehe. Die Ex-Bischöfin Kässmann erklärte in einer Grußbotschaft an alle „lieben Mitmenschen“ ihre „tiefempfundene Hochachtung“ vor dieser gesetzgeberischen Maßnahme. Zugleich kündigte sie eine Initiative zur Neuformulierung diverser Weihnachtslieder an, in denen fälschlicherweise noch behauptet werde, Schnee sei weiß.
DIE ZEIT begrüßte in ihrem Leitartikel „Die Politik handelt“ die „geradezu erfrischende Energie und Tatkraft der Reformpolitiker und den parteiübergreifenden Konsens der Demokraten in den zentralen Fragen der Republik“. Die Süddeutsche Zeitung kommentierte voller Begeisterung: „Politik, Realismus und Bürgerwillen verschmelzen zu einer machtvollen Einheit“.
Lediglich die BILD-Zeitung, der FOCUS und DIE WELT äußerten sich kritisch. Die BILD-Zeitung veröffentlichte eine repräsentative Meinungsumfrage des Instituts FORSA, der zufolge 82% der Bevölkerung das neue Gesetz ablehnten. 14 % gaben an „keine Meinung“ zu haben, 4 % der Befragten bezeichneten sich als farbenblind und wollten sich zur Sache nicht äußern. Der FOCUS und DIE WELT zitierten den namhaften Frankfurter Meteorologen Professor W. Etter-Frosch mit den Worten: „Dieses Gesetz ist naiv und kann nur aus einem völligen Unverständnis der Materie heraus verabschiedet worden sein“. Der MDR veröffentlichte diese Meldung als einziges Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten Deutschlands (ARD), der Intendant des MDR zog die Veröffentlichung allerdings kurz darauf „mit dem Ausdruck des Bedauerns“ zurück.
Unterdessen kollabierten die Internet-Foren der Online-Medien unter ungezählten wütenden Protesten der Bürger. Lediglich die Wochenzeitschrift DIE ZEIT, deren Internet-Forum „aus technischen Gründen“ geschlossen worden war – die Redaktion bat um Verständnis – sprach von einem „normalen Zuschriften-Aufkommen mit nahezu ausschließlich positiven Kommentaren“.
SPD-Generalsekretärin Nahles erklärte auf die Frage eines Reporters zum Unmut der Bevölkerung und der SPD-Basis über das Gesetz, sie wisse, dass „noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten sei“. Der Vorstand der Grünen bezeichnete den „sogenannten“ Wetterexperten Prof. W. Etter-Frosch als Rechtspopulisten und warnte zugleich vor einer „rückwärtsgewandten Diskussion mit Ewiggestrigen“. Die Süddeutsche Zeitung berichtete unter der Rubrik „Vermischtes“, dass der MDR sich von seinem „seit längerem höchst umstrittenen“ Intendanten im „beiderseitigen Einvernehmen“ getrennt habe.
Aus München wurde gemeldet, dass der CSU-Generalsekretär sich „vehement“ gegen Forderungen nach einem Parteiausschluss der drei Stimmabweichler gewandt habe. Unterstützung erhielt er von Bundeskanzlerin Merkel, die am Rande der Jahrestagung des Deutschen Presserates unter dem Motto „Information – Meinungsvielfalt – Verantwortung“ im Rahmen einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz unter stürmischem Beifall der anwesenden Medienvertreter erklärte: „Ich bin gegen ein Parteiausschlussverfahren. Das wäre nicht hilfreich. Auch das Stimmverhalten dieser drei Hinterbänkler ist Bestandteil einer funktionierenden und lebendigen Demokratie. Das müssen wir aushalten“.
An einer Demonstration vor dem Frankfurter Wetteramt gegen den umstrittenen Meteorologen Prof. W. Etter-Frosch, zu der das „Bündnis gegen Rechts“ aufgerufen hatte, beteiligten sich nach Angaben eines Polizeisprechers 37 Personen, davon 28 vorsichtshalber aufgebotene Polizeikräfte. Zahlreiche Medien berichteten daraufhin unter Bezugnahme auf diese Demonstration von „wütenden Protesten weiter Teile der Bevölkerung gegen den Rechtspopulismus in diesem Land“. Der Feuilleton-Chef der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG zog in einem bestechend klaren und vielbeachteten Leitartikel Parallelen zur Weimarer Republik und warnte davor, die Parolen des Rechtsauslegers Prof. W. Etter-Frosch, der einen „Keil zwischen die Politik und die Bevölkerung“ treiben wolle, auf die leichte Schulter zu nehmen.
Unterdessen kündigte die Bundesregierung an, zeitnah einen Gesetzesentwurf vorzulegen, demzufolge Gras künftig blau sei."
Die Informationsstelle Militarisierung e.V. verfasst Analysen zum Kriegstreiben der Pathokratie. In der IMI-Studie 2012/04 geht es um den Libyen-Krieg und die Interessen der NATO. Zitat:
Es gibt wenig eindrücklichere Beispiele für den scheinheiligen und instrumentellen Umgang, den die westlichen Staaten bei Menschenrechtsverletzungen an den Tag legen, wie die Aussagen Robert Coopers kurz nach Beginn der Bombardierung Libyens. Der enge Berater der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton gilt seit vielen Jahren als einer der einflussreichsten europäischen Sicherheitspolitiker (vgl. Foley 2007). Er wurde am 22. März 2011 im Auswärtigen Ausschuss des Europäischen Parlaments befragt, was er denn zu den Vorgängen in Bahrein sage, wo seit Wochen mithilfe des saudischen Militärs Proteste brutal niedergeschlagen und Menschenrechte ebenfalls massiv verletzt wurden. Erst am Tag zuvor waren bei Auseinandersetzungen 200 Menschen verletzt und 4 getötet worden. Cooper tat dies lapidar mit dem Kommentar ab, “Unfälle kommen vor”. Aufschlussreich ist seine Begründung: “Man muss verstehen, dass die Autoritäten das Recht hatten, Ruhe und Ordnung wieder herzustellen und das ist es, was sie getan haben.” (Rettman 2011)
Augenscheinlich entscheidet die Interessenlage, in welchem Land unter Verweis auf die Menschenrechte eingegriffen wird und in welchem nicht: „Weshalb – an diesem Beispiel verdeutlicht – mit zweierlei Maß gemessen wird, offenbart der ehemalige US-Botschafter in Deutschland John Kornblum. Auf die Frage von ‚Deutschlandradio Kultur‘: ‚Was ist denn der Unterschied zwischen einer Intervention in Libyen, um dort die Aufständischen zu unterstützen, und einer möglichen Intervention in Bahrain, in Jemen, in Syrien, möglicherweise sogar, wenn das schlimmer wird, auch in Saudi Arabien?‘ antwortete John Kornblum: ‚Das Problem ist (…), dass die Interessen des Westens anders sind – vor allem unsere Interessen in Saudi Arabien und in den Golfstaaten. Es gibt (…) bestimmt mindestens einen, Bahrain, der wirklich wichtig ist für die Vereinigten Staaten. (…) Da hat man die Prinzipien jetzt ein bisschen verletzt, indem man zumindest in die andere Richtung geschaut hat, als die Saudis militärisch eingegriffen haben, um eine demokratische Bewegung zu unterdrücken.‘ Diese Doppelmoral hat natürlich Gründe: In Bahrain befindet sich das Hauptquartier der Fünften Amerikanischen Flotte, der wichtigste Militärstützpunkt der USA im Nahen Osten. Die Mehrheit der Demonstranten sind Schiiten, die verdächtigt werden, die Sache des schiitischen Iran, des großen Gegners in der Region, zu vertreten. Gleichzeitig ist Saudi Arabien der engste Verbündete des Westens, der für 2011 Waffen im Wert von Milliarden Dollar beziehen wird.“ (Haid 2011a, S. 11) Offensichtlich wurden hier die Menschenrechte ganz unverhohlen auf dem Altar der Interessenspolitik verhökert: „Am Ende gab es einen Deal zwischen Außenministerin Clinton und dem Königshaus der Sauds: Wir haben nichts dagegen, wenn ihr in Bahrein einmarschiert; im Gegenzug besorgt ihr das Votum der Arabischen Liga dafür, dass wir Gaddafi aus Libyen hinauswerfen.“ (Crome 2011, S. 21)
Der Sender "Echo Moskaus" hat ein Interview mit Anchar Kochneva, Expertin für den Nahen Osten und seit über 17 Jahren in Syrien tätig, und Nikolai Sologubowski, Nahost-Experte und Schriftsteller, zu den Vorkommnissen in Syrien befragt. Puschkin vom "Gelben Forum" hat dankenswerter Weise einen Teil ins Deutsche übersetzt:
Frage an A.Kochneva: -"Wer sind die Entführer und wer wird entführt?"
A.Kochneva,-"Es sind Banditen. Banditen, die von Ausserhalb kommen, aber auch gewöhnliche Kriminelle aus dem Land. Es werden auch mannigfaltige Einrichtungen der Infrastruktur des Landes angegriffen. Dabei handelt es sich um Stromleitungen, Öl-Pipelines oder die Eisenbahnlinien. Man liest nur leider kaum etwas darüber."
Frage: -"Ich lese hier einen Bericht der Zeitung "El Af" - hier wird von Zusammenstößen in Choms berichtet, das sich zu einem Zentrum des Widerstandes gegen die Regierung entwickelt hat. Es gibt auch Opfer in Edlib und Damaskus. Am Mittwoch haben die Spezialeinheiten der syrischen Armee einen Aufstand in Choms niedergeschlagen. Dabei starben 50 Menschen. Lassen Sie uns dies untersuchen."
Ja genau. Das sind die, die wir bezahlen müssen, dass sie uns manipulieren können. Seit Monaten werden wir mit der Hetze gegen die syrische Regierung bombadiert. Wo bleibt eigentlich die ausgewogene Berichterstattung, die zu garantieren wir zum Zahlen verdonnert sind? Libyen ist in die Demokratie gebombt. Nun ist der nächste dran. Die Vorgehensweise ist die Gleiche, wie im Falle Libyens, des Iraks, des Kosovo, Serbiens ... Haben wir Syrien endlich "demokratisiert", d.h. überfallen und dem Erdboden gleichgemacht, dann ist der Iran dran. Den kriegen wir auch noch. Die Konferenz der Kriegsindustrie und -treiber ist vorbei. Man sei entsetzt über das Veto Russland und Chinas gegen die Syrien-Resolution der UNO. A pro po: die kommen auch noch dran. Behindern den Weltfrieden durch ihre Vetos. Da muss man doch was machen. Können wir uns doch nicht gefallen lassen. Klauen uns die ganzen Bodenschätze in Afrika weg. tssss...
Spätestens seit den Jugoslawien-Kriegen ist die UNO ist zum moralischen Legitimator der NATO-Kriege verkommen. Kleine retorische Frage am Rande: wer hat das Sagen in der NATO? Wie manipuliert wird, um die Bevölkerung der "westlichen Wertegemeinschaft" auf Kurs zu bringen, kann man z.B. hier nachlesen.
Wer sich zumindest auch über andere Sichtweisen (u.a. über Syrien und Libyen) informieren möchte, der schaue hier nach:
Hinter der Fichte
Voltaire-net
einartysken
Rick Rozoff
globalresearch.ca/de
syrianews.cc
Wundert sich eigentlich niemand, wenn so ein gewissen- und ehrloses Schundblatt wie die "Blöd" von "Ehre im Amt" und "rückhaltloser Aufklärung" spricht? Im Falle Wulf wird ganz offentsichtlich eine riesen Kampagne gefahren, auf Geheiß von "ganz oben". Fragt sich keiner, woher diese Verfechter von "Ehre im Amt" ihre ganzen detaillierten Informationen haben? Bundespräsident Wulff tut nur, was alle unsere Volksvertreter tun. Man nennt das euphemistisch Vorteilsnahme im Amt. Ist juristisch nicht angreifbar. Andererseits macht es den Herrn Wulff fast sympatisch, dass er seine Villa nicht aus dem Hemdsärmel bezahlen kann.
Es wird vermutet, dass diese ganze Aktion gegen den Bundespräsidenten mit einer Rede zusammenhängt, in der er die Bänker und die Praxis der Bailouts durch den Staat etwas zu offen kritisiert hat. Das heißt, er handelte diametral zu Merkel und Schäuble. Dass soetwas in unserer westlichen Wertegemeinschaft nicht ungestraft passiert, sollte sich schon rumgesprochen haben. Aber vielleicht stehen ja noch viel weitreichendere Ziel im Fokus der Macher, wie die Abschaffung der Demokratie und unseres Grundgesetzes...
zum Weiterlesen:
Wulff-Verschwörungstheorie auf heise
Machtkampf um die Berliner Republik: Analyse und Hintergründe, Radio Utopie
Analyse: Das “Bild” des Präsidenten-Sturzes entfaltet sich exakt wie prognostiziert, Radio Utopie
Sirte demokratisiertDie "demokratische" Presse der "westlichen Wertegemeinschaft" jubelt über Gaddafis Tod. Die UNO fordert scheinheilig eine Untersuchung der Vorfälle um Gaddafis Tod. Einmal mehr hat sich gezeigt, in wessen Diensten dieser Verein steht. Der Vorsitzende des libyschen Übergangsrates, Mustafa Abdul Dschalil hat gleich nichts Besseres zu tun, als die Scharia für Libyen auszurufen und das Verbot der Vielweiberei aufzuheben. Das wir auch gleich wissen, woran wir sind. Da lohnt sich doch das In-die-Demokratie-Bomben unseres Vorwärtsverteidigungs-Bündnisses. Aber glaubt nicht, dass kommt jetzt überraschend, das mit der Scharia. Nachdem sich die Rebellen zum großen Teil aus islamistischen Söldnern zusammensetzen, war das eigentlich abzusehen und auch so geplant. Damit ist der kommende Bürgerkrieg sichergestellt, siehe Irak und Afghanistan.
Jetzt kommt das nächste afrikanische Land dran. Damit bald ganz Afrika "demokratisiert" ist. Das machen wir allerdings nur, wo es Rohstoffe gibt oder wo wir strategische Interessen haben. Unsere Industrie braucht doch Rohstoffe. Ist doch blöd, für was zu zahlen, wenn man doch vorwärtsverteidigen kann. Ich liebe unsere westliche Wertegemeinschaft.
Wer sich unvoreingenommen und ausgewogen über den Krieg gegen Libyen informieren möchte, hat es nicht leicht. Unsere Systempresse ist dafür sicher nicht der richtige Ort. Die verbreitet nur die Propaganda der NATO. Deshalb hier einige Links, die zumindest eine andere Sicht der Dinge zeigen. Die Schlüsse daraus muss jeder selbst für sich ziehen:
Dieser Artikel wird ständig ergänzt und bleibt bis auf weiteres an oberster Stelle.
Und wieder wurde ein souveränes Land durch die "westliche Wertegemeinschaft" in die "Demokratie" gebombt, mit unabsehbaren Folgen für die Zivilbevölkerung. Und mit Hilfe des Kriegslegitimations-Organs UNO. Der Literatur-Nobelpreisträger von 2005 Harold Pinter (R.I.P.) hatte dazu eine eindeutige Meinung. In seiner Ansprache anlässlich der Verleihung brachte er es auf den Punkt. [1] Zitat:
Wie jeder der hier Anwesenden weiß, lautete die Rechtfertigung für die Invasion des Irak, Saddam Hussein verfüge über ein hoch gefährliches Arsenal an Massenvernichtungswaffen, von denen einige binnen 45 Minuten abgefeuert werden könnten, mit verheerender Wirkung. Man versicherte uns, dies sei wahr. Es war nicht die Wahrheit. Man erzählte uns, der Irak unterhalte Beziehungen zu al-Qaida und trage Mitverantwortung für die Gräuel in New York am 11. September 2001. Man versicherte uns, dies sei wahr. Es war nicht die Wahrheit. Man erzählte uns, der Irak bedrohe die Sicherheit der Welt. Man versicherte uns es sei wahr. Es war nicht die Wahrheit.
Die Wahrheit sieht völlig anders aus. Die Wahrheit hat damit zu tun, wie die Vereinigten Staaten ihre Rolle in der Welt auffassen und wie sie sie verkörpern wollen.
Doch bevor ich auf die Gegenwart zurückkomme, möchte ich einen Blick auf die jüngste Vergangenheit werfen; damit meine ich die Außenpolitik der Vereinigten Staaten seit dem Ende des 2. Weltkriegs. Ich glaube, wir sind dazu verpflichtet, diesen Zeitraum zumindest einer gewissen, wenn auch begrenzten Prüfung zu unterziehen, mehr erlaubt hier die Zeit nicht.
Jeder weiß, was in der Sowjetunion und in ganz Osteuropa während der Nachkriegszeit passierte: die systematische Brutalität, die weit verbreiteten Gräueltaten, die rücksichtslose Unterdrückung eigenständigen Denkens. All dies ist ausführlich dokumentiert und belegt worden.
Aber ich behaupte hier, dass die Verbrechen der USA im selben Zeitraum nur oberflächlich protokolliert, geschweige denn dokumentiert, geschweige denn eingestanden, geschweige denn überhaupt als Verbrechen wahrgenommen worden sind. Ich glaube, dass dies benannt werden muss, und dass die Wahrheit beträchtlichen Einfluss darauf hat, wo die Welt jetzt steht. Trotz gewisser Beschränkungen durch die Existenz der Sowjetunion, machte die weltweite Vorgehensweise der Vereinigten Staaten ihre Überzeugung deutlich, für ihr Handeln völlig freie Hand zu besitzen.
Und weiter unten:
Die direkte Invasion eines souveränen Staates war eigentlich nie die bevorzugte Methode der Vereinigten Staaten. Vorwiegend haben sie den von ihnen sogenannten „Low Intensity Conflict“ favorisiert. „Low Intensity Conflict“ bedeutet, dass tausende von Menschen sterben aber langsamer als würde man sie auf einen Schlag mit einer Bombe auslöschen. Es bedeutet, dass man das Herz des Landes infiziert, dass man eine bösartige Wucherung in Gang setzt und zuschaut wie der Faulbrand erblüht. Ist die Bevölkerung unterjocht worden oder totgeprügelt es läuft auf dasselbe hinaus und sitzen die eigenen Freunde, das Militär und die großen Kapitalgesellschaften, bequem am Schalthebel, tritt man vor die Kamera und sagt, die Demokratie habe sich behauptet. Das war in den Jahren, auf die ich mich hier beziehe, gang und gäbe in der Außenpolitik der USA.
... Politische Sprache, so wie Politiker sie gebrauchen, wagt sich auf keines dieser Gebiete, weil die Mehrheit der Politiker, nach den uns vorliegenden Beweisen, an der Wahrheit kein Interesse hat sondern nur an der Macht und am Erhalt dieser Macht. Damit diese Macht erhalten bleibt, ist es unabdingbar, dass die Menschen unwissend bleiben, dass sie in Unkenntnis der Wahrheit leben, sogar der Wahrheit ihres eigenen Lebens. Es umgibt uns deshalb ein weitverzweigtes Lügengespinst, von dem wir uns nähren.
Was ist aus unserem sittlichen Empfinden geworden? Hatten wir je eines? Was bedeuten diese Worte? Stehen sie für einen heutzutage äußerst selten gebrauchten Begriff – Gewissen? Ein Gewissen nicht nur hinsichtlich unseres eigenen Tuns sondern auch hinsichtlich unserer gemeinsamen Verantwortung für das Tun anderer? Ist all das tot? Nehmen wir Guantanamo Bay. Hunderte von Menschen, seit über drei Jahren ohne Anklage in Haft, ohne gesetzliche Vertretung oder ordentlichen Prozess, im Prinzip für immer inhaftiert. Diese absolut rechtswidrige Situation existiert trotz der Genfer Konvention weiter. Die sogenannte „internationale Gemeinschaft“ toleriert sie nicht nur, sondern verschwendet auch so gut wie keinen Gedanken daran. Diese kriminelle Ungeheuerlichkeit begeht ein Land, das sich selbst zum „Anführer der freien Welt“ erklärt. Denken wir an die Menschen in Guantanamo Bay? Was berichten die Medien über sie? Sie tauchen gelegentlich auf – eine kleine Notiz auf Seite sechs. Sie wurden in ein Niemandsland geschickt, aus dem sie womöglich nie mehr zurückkehren. Gegenwärtig sind viele im Hungerstreik, werden zwangsernährt, darunter auch britische Bürger. Zwangsernährung ist kein schöner Vorgang. Weder Beruhigungsmittel noch Betäubung. Man bekommt durch die Nase einen Schlauch in den Hals gesteckt. Man spuckt Blut. Das ist Folter. Was hat der britische Außenminister dazu gesagt? Nichts. Was hat der britische Premierminister dazu gesagt? Nichts. Warum nicht? Weil die Vereinigten Staaten gesagt haben: Kritik an unserem Vorgehen in Guantanamo Bay stellt einen feindseligen Akt dar. Ihr seid entweder für uns oder gegen uns. Also hält Blair den Mund.
Die Invasion des Irak war ein Banditenakt, ein Akt von unverhohlenem Staatsterrorismus, der die absolute Verachtung des Prinzips von internationalem Recht demonstrierte. Die Invasion war ein willkürlicher Militäreinsatz, ausgelöst durch einen ganzen Berg von Lügen und die üble Manipulation der Medien und somit der Öffentlichkeit; ein Akt zur Konsolidierung der militärischen und ökonomischen Kontrolle Amerikas im mittleren Osten unter der Maske der Befreiung, letztes Mittel, nachdem alle anderen Rechtfertigungen sich nicht hatten rechtfertigen lassen. Eine beeindruckende Demonstration einer Militärmacht, die für den Tod und die Verstümmelung abertausender Unschuldiger verantwortlich ist.
Wir haben dem irakischen Volk Folter, Splitterbomben, abgereichertes Uran, zahllose, willkürliche Mordtaten, Elend, Erniedrigung und Tod gebracht und nennen es „dem mittleren Osten Freiheit und Demokratie bringen“.
Quellen:
[1] "Nobel Lecture - Literature 2005". Nobelprize.org. 6 Sep 2011 http://www.nobelprize.org/nobel_prizes/literature/laureates/2005/pinter-lecture-g.html
Ich frage mich, warum? Bis vor sechs Tagen war Libyen, sein böser Diktator und die guten Rebellen rund um die Uhr in allen Kanälen der Desinformationsindustrie präsent. Und jetzt? Funkstille... Es scheint, als wäre Libyen nicht existent und keine NATO-Bomber würden libysche Städte bombardieren, nur zur Aufrechterhaltung der Flugverbotszone natürlich.
Nachdem herauskam, dass der aus dem Regierungslager übergelaufene Younis von seinen eigenen Leuten (sprich Rebellen) umgebracht wurde, scheint sich herauszukristallisieren, dass sich die sogenannten Rebellen selbst nicht über den Weg trauen. Wenn man sich die Hintergründe dieses Konflikts zu Gemüte führt, wundert das auch nicht:
Und warum das Ganze? Schauen wir bei Tlaxcala (Quelle: informationclearinghouse) nach. Zitat:
Zunächst einmal stand Gaddafi kurz davor, ein neues Bankensystem in Afrika zu schaffen, das den IWF, die Weltbank und gewisse andere westliche Bankster aus dem afrikanischen Markt gedrängt hätte. Das hieße: keine westlichen Kredite mehr mit Wucherzinsen, die afrikanische Wirtschaften lähmen, stattdessen würde eine afrikanische Investitionsbank mit einem Kapital von 42 Milliarden US-Dollar Großkredite mit sehr geringen oder sogar keinen Zinsen bereitstellen.
Libyen hat überall in Afrika wichtige Infrastrukturprojekte finanziert, die afrikanische Wirtschaftsräume miteinander verbinden sollen, damit die permanente Abhängigkeit von westlichen Ländern für Importe durchbrochen werden kann. Nur ein kleines Beispiel dafür ist die neue Straße, die Eritrea mit Sudan verbindet.
Was am Ende den Ausschlag für eine militärische Intervention des Westens gegeben zu haben schien, war die Meldung über Gaddafis Forderung, die US-Ölfirmen – seit langem wichtige Player in der libyschen Ölindustrie – hätten Libyen für die der libyschen Wirtschaft zugefügten Schäden infolge der „Lockerbie”-Sanktionen, die auf Druck der USA vom UN-unSicherheitsrat während der 1990-er bis Anfang der 2000-er Jahre verhängt wurden, eine Entschädigung in Milliardenhöhe zahlen müssen. Dies basiert auf ans Tageslicht gebrachten Beweisen, dass die CIA Millionen US-Dollar an Zeugen im Lockerbie-Prozess gezahlt hat, damit sie ihre Geschichten ändern, um Libyen mit dem Anschlag in Verbindung zu bringen, das bildete die Grundlage für die sehr schädlichen UN-Sanktionen gegen Libyen. Die US-Regierung log und schädigte Libyen, deshalb hätten US-Ölfirmen für die Handlungen ihrer Regierung bezahlen müssen. Es fällt nicht schwer zu verstehen, warum Gaddafi gehen musste.
Außerdem signalisierte Gaddafi klar, dass er sowohl Libyens als auch Afrikas zukünftige wirtschaftliche Entwicklung eher an China und Russland gebunden sah als an den Westen - es war also nur noch eine Frage der Zeit, bis der Eventualplan der CIA für den Umsturz der libyschen Regierung zur höchsten Priorität wurde.
Es ist so wie immer, wenn die westliche Demokratie zur Sicherung von Rohstoffen und Lieferwegen im Namen der Humanität ein Land in Grund und Boden bombt: zuerst wird eine Terrorarmee aufgebaut und finanziert unter tatkräftiger Unterstützung der westl. Geheimdienste. Die Terroristen werden Freiheitskämfer genannt, die sich nicht selten an den Einheimischen vergehen. Dann werden dem "Diktator" und seinen Gefolgsleuten Greuel an der Zivilbevölkerung zur Last gelegt, immer unter höchstem Einsatz unserer Desinformationsindustrie. Als Beweise dienen immer wieder nicht verifizierbare Quellen. Dann wird in der UNO zum Krieg geblasen und das Land dem Erdboden gleich gemacht. Wenn dann herauskommt, dass die Gründe der "Humanitären Intervention" erstunken und erlogen waren, ist es zu spät und ein dem Westen höriges Marionettenregime ist installiert.
Wer sich nicht desinformieren, sondern informieren will, kann das z.B. "hinter der Fichte" tun.
Quelle: ZAPP-Video (MDR)Der WWF hat im Vorfeld versucht, die Ausstrahlung des Films (siehe unten) zu verhindern. Weil er das nicht konnte, hat er schnell eine Seite mit Gegendarstellungen aus dem Boden gestampft. Und Zapp hat sich Gedanken über die Scheinheiligkeit des WWF gemacht und eine recht passende "Studie" für das LOGO erstellt.
Auch hier gilt wieder die alte Weisheit: Ihr sollt sie an ihren Taten messen, nicht an ihren Worten.
erschienen auf www.sopos.org
von Horst Schäfer
Mörder sind erfinderisch. Doch auch wenn sie ihre Bluttat als »gezieltes Töten« umschreiben: Es bleibt Mord. In diese Kategorie gehören auch die jüngsten völkerrechtswidrigen Aktivitäten der USA bei der »Entsorgung« oder »Liquidierung« oder »Beseitigung« unliebsamer Zeitgenossen durch Spezialkommandos (Osama bin Laden) oder die Mord-Versuche mit raketenbestückten Drohnen (Muammar al-Gaddafi). Dieses gezielte Morden in Ländern wie Irak, Afghanistan, Pakistan, Jemen oder jetzt Libyen wird oft damit erklärt oder sogar gerechtfertigt, daß die USA nach dem furchtbaren Anschlag auf die Türme des World Trade Center in New York am 11. September 2001 das Recht hätten, sich in »Selbstverteidigung« mit einem »Krieg gegen den Terror« zur Wehr zu setzen. Aber wie war es denn vor 2001?
Als sich der US-Kongreß 1975 mit den Plänen der US-Präsidenten Eisenhower, Kennedy, Johnson und Nixon (1953 bis 1974) befaßte, durch gezielte Tötungen unliebsame Politiker wie Lumumba (Kongo), Che Guevara und die Gebrüder Castro (Kuba) sowie General Schneider (Chile) oder lästig gewordene Verbündete wie Trujillo (Dominikanische Republik) und Diem (Südvietnam) aus dem Weg zu räumen, nannte man es noch Mord, und die Aufsehen erregenden Untersuchungsergebnisse des Kongresses wurden in einem »Mord-Report« veröffentlicht (s. das im Dezember 2001 unter diesem Titel erschienene Ossietzky-Sonderheft).
Auch gezielte Massenmorde – zumeist an Kommunisten oder solchen, die dazu erklärt und deren Namen auf Todeslisten festgehalten wurden – gehörten laut Kongreßuntersuchungen zum Repertoire von US-Regierungen, so in Indonesien 1965, in Vietnam während der »Operation Phoenix« in den 1960er Jahren sowie in lateinamerikanischen Staaten...
Das Desinformations-Organ ARD informiert uns darüber, dass sich der Transatlantiker Özdemir aus dem Kuratorium des Vereins "Werkstatt Deutschland", welches den Quadriga-Preis vergibt, zurückgezogen hat. Er sei empört, dass Putin für den Preis nominiert sei. Wo war denn die Empörung Özdemirs, als man dem amerikanischen Kriegspräsidenten den "Friedensnobelpreis" verliehen hat. Ach ja ich vergaß: Ö. ist ja Mitglied der Atlantikbrücke e.V. Und dessen Feindbild Nummer 1 ist natürlich, wir ahnen es, Rußland. Herr Obama, Chef eines Landes, das mittlerweile in mindestens fünf Ländern Demokratie hineinbombt, hat den "Friedensnobelpreis" natürlich verdient. Neusprech par exellance. Putin hat die Privatisierungs-Orgie, die von Präsident Boris Nikolajewitsch Jelzin in Russland nach maßgabe des IWF in die Wege geleitet wurde, rückgängig gemacht. Und das ist das größte Verbrechen, das man den "demokratischen" Pathokratien antun kann.
Özdemir bestätigt ein weiteres Mal den moralischen Verfall unserer politischen Kaste auf seine unnachahmliche Weise. Danke Cem
Yes, the 49'ers... (Quelle: whitehouse.gov via flickr)Den Kriegsdemokraten gehen so langsam die Ausreden aus. Was für ein gigantischer Fake hier abläuft, sollte selbst jenen aufgefallen sein, die sich nicht mit den Hintergründen zum 11.September beschäftigen.
An der Chronologie (lokale Kopie)der Artikel im Systemblatt Spekulantenblöd lässt sich schön nachvollziehen, wie schnell heutzutage Sinneswandel bei der Elite stattfinden. Erst hieß es, Obama freue sich, dass OBL tot sei. Unser Hosenanzug ließ sich zur selben Verlautbarung hinreißen. Dann kam Kritik von den Gutmenschen auf: Man darf sich nicht freuen; wenn ein Mensch ermordet wird. Erst war er bewaffnet., dann wieder nicht. Obama hat die Kommandoaktion live verfolgt, dann hat er der Tötung nicht beigewohnt. Erst das gefälschte Foto, dann gar kein Foto, weil die amerikanische Regierung verletzte Gefühle befürchte. Diese Nation befürchtet verletzte Gefühle? Wie lustig... Schauts Euch selber an. Wirklich amüsant. Und was von der UNO zu halten ist, kann man hier erkennen: Uno-Sicherheitsrat lobt Bin Ladens Tötung Junge, Junge: wir leben in interessanten Zeiten. Gut, dass wir jetzt einen eigenen Garten haben...
Um die Vorgänge in der arabischen Welt zu verstehen, sollte man sich folgenden Artikel zu Gemüte führen:
Der in Bangkok lebende Kolumnist Tony Cartalucci untersucht die Rolle, die Heckenschützen bei zunächst gewaltlosen Protesten spielen. (übersetzt von Wolfgang Jung, Luftpost Kaiserslautern). Zitat:
Wenn diese Forderungen vertraut klingen, liegt das daran, das sie genau den Forderungen entsprechen, die bei jeder einzelnen der von Globalisten finanzierten, angezettelten und angeleiteten bunten Revolutionen erhoben wurden und werden – von der orangefarbenen Revolution (in der Ukraine), über die Rosenrevolution (in Georgien) bis zu den gegenwärtig stattfindenden Revolutionen des "arabischen Frühlings". Die Forderungen an die thailändische Regierung (wurden von bezahlten Hintermännern gestellt, die im Auftrag des im Ausland lebenden ehemaligen Premierministers Thaksin Shinawatra handelten, und) sollten mit Hilfe rotbehemdeter Demonstranten durchgesetzt werden (die aus verarmten Land- und Stadtbewohnern rekrutiert wurden). Die thailändische Regierung wies die Forderungen zurück und stellte die Ordnung im Land wieder her.
In was für eine Diktatur wir uns diesesmal bewegen, dokumentiert folgendes Video (lokale Kopie vorhanden). Es geht um Auseinandersetzungen im Vorfeld zum Abwinken des "Lissabon-Vertrages" im EU-Parlament Ende 2007. Ein paar Parlamentarier haben sich getraut das Wort "Referendum" in den Mund zu nehmen und mussten sich einiges dafür bieten lassen von den EU-Technokraten. Der Wortführer der wirklichen Demokraten ist wie immer Nigel Farage (ob seine Agenda ehrlich ist oder ob er ein doppeles Spiel treibt, weiß ich nicht). Aber schaut selbst:
Noch besser wird es in diesem Teil. Wer es versteht , in der Physiognomie von Protagonisten zu lesen, wird hier die EU live verstehen. Danke an die Leute, die diesen Film zur Verfügung gestellt haben.
Martin Schulz geifert Transparenz an. Und Sarkozy fällt Farage in den Rücken. Was für eine miese Bande... unsere nicht gewählte Regierung...
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