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 Juli 26th, 2009
Schaut man sich auf alternativen Medien um, kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass in der Systempresse eine konzertierte Aktion abläuft. Überall ist von “Talsohle erreicht”, “Firmen sehen Aufschwung”, “Abwärtstrend gestoppt” usw. die Rede. Es wird massiv Zweckoptimismus verbreitet. Wer zwischen den Zeilen lesen kann, wird sich nicht blenden lassen. Es ist zu offensichtlich, dass die Bundesregierung versucht, die Stimmung in der Bevölkerung bis zu den Wahlen zu retten. Was danach kommt, kann sich jeder ausmalen, der sich, wie eingangs erwähnt, auf alternativen Nachrichtenkanälen umschaut. Gleichzeitig verbreiten “Finanz-Analysten” ob des “Börsenaufschwungs” gute Laune. Dass hier eine weitere riesengroße Abzocke stattfindet, mag niemand erwähnen. (1, 2, 3) Man kann also mit Fug und Recht behaupten: nichts dazu gelernt. Goldman Sachs[?] schreibt wieder schwarze Zahlen und schüttet Boni aus und das alles mit Hilfe des Steuerzahlers. Man schaue sich nur die Hintergründe des sogenannten “Börsenbooms” an:
Die USA haben die Bilanzierungsregeln für die Banken geändert, Giftmüll-Papiere dürfen in sogenannte “Bad-Banks” ausgegliedert werden und der Banken-”Stresstest” ist das Papier nicht wert, auf dem er steht (hier und hier). Man kann sich an einer Hand abzählen, dass der nächste Knall schon in den Startlöchern steht. Und die sogenannten Fachleute wollen uns erzählen: alles im grünen Bereich. Also wie gesagt: nichts dazu gelernt.
Ebenfalls gleichzeitig findet, von der Öffentlichkeit weitgehend ignoriert, der Umbau der NATO und der Bundeswehr zur Angriffsarmee statt. Stimmen, die den Einsatz der Bundeswehr im Innern fordern, werden immer lauter. G8 in Heiligendamm war ein erster Testlauf. Da wird deutlich, wohin die Reise geht: Aufstandsbekämpfung (1). Wozu das Ganze? Ein Zitat mag das verdeutlichen (Quelle):
 Straßensperre, Quelle Bundesherr.at
… Offensichtlich waren Kanzlerin Merkel diese Aussagen doch noch nicht prägnant genug. Das Weißbuch war noch gar nicht veröffentlicht, da ließ sie ihren CDU-Bundesvorstand bereits einen außenpolitischen Leitantrag für den damals bevorstehenden CDU-Parteitag im November 2006 formulieren, der dann auch beschlossen wurde. Darin heißt es: „Gerade im Zeitalter der Globalisierung ist die deutsche Wirtschaft mehr als zuvor auf den freien Zugang zu den Märkten und Rohstoffen der Welt angewiesen. Die Bundeswehr kann als Teil der staatlichen Sicherheitsvorsorge im Rahmen internationaler Einsätze zur Sicherung der Handelswege und Rohstoffzugänge beitragen.“ Wie wichtig der CDU/CSU die militärische „Zugangssicherung“ zu Erdöl, Gas und Mineralien in fremden Ländern ist, macht auch ein Beschluss der Bundestagsfraktion mit dem Titel „Eine Sicherheitsstrategie für Deutschland“ vom Mai 2008 deutlich. Darin heißt es: „Die Herstellung von Energiesicherheit und Rohstoffversorgung kann auch den Einsatz militärischer Mittel notwendig machen, zum Beispiel zur Sicherung von anfälligen Seehandelswegen oder von Infrastruktur wie Häfen, Pipelines, Förderanlagen etc..“ Spätestens bei den Förderanlagen wird’s kriminell. Denn es sind nicht die einheimischen Förderanlagen gemeint.
Wie sagt doch Christoph R. Hörstel in dem neuen Film “Kriegsversprechen” von Frank Höfer so treffend: “Wir wollen klauen und dafür brauchen wir Schießeisen“
Wenn in Zukunft unsere Streitkräfte im Innern mit martialischen Drohgebärden zur Bekämpfung von sozialen Unruhen gegen das eigene Volk aufmaschieren, wünsche ich keinem Rekruten, dass er plötzlich mit gezücktem Gummiknüppel seiner Familie gegenüber steht.
 Juli 22nd, 2009
Wenn China irgendwas abriegelt oder zensiert, ist der Aufschrei der hiesigen Systempresse riesengroß. Wie sieht es denn bei uns aus? Ach so, ja nee. Bei uns gibt es ja keine Zensur. Ist ja auch Kraft Grundgesetz untersagt. Bei uns heißt das Schutz der Demokratie. Hier nur ein paar Beispiele. Man beachte die Drohung über die Information “zuständiger Stellen” in Bild zwei… »weiterlesen
 Juli 20th, 2009
So so, Ex-Finanzminister sieht das Ende der Krise. Nachdem es noch im Oktober letzten Jahres in Deutschland gar keine Kriese gab, ist sie jetzt natürlich schon wieder fast vorbei. Damit reiht sich Stratthaus in die Riege der illustren Wahrsager unserer geliebten Bundesregierung ein. Da ja im September Wahlen stattfinden, dürfen die guten Nachrichten nicht abreißen. Es ist wie zu DDR-Zeiten: Vor der Wahl gab es Bananen und heute gibt es schöne Durchhalte-Parolen. Da wir ja alle möchten und vor allen Dingen die CDU selber auch, dass die heutige Regierung mit Frau Merkel an der Spitze wieder gewählt wird, müssen wir auch glauben, was der Herr Stratthaus da von sich gibt. Er ist doch vom Fach. Er war doch schließlich mal Finanz-Minister. Und außerdem ist er in der CDU. Wenn die sich in Finanz-Dingen nicht auskennen, wer denn sonst. Passend zui dieser schönen Parole kann man sich heute auf FTD.de ansehen, wie toll es auf dem Finanzsektor läuft. Ein Hoch auf unsere geliebte Bundesregierung!
 Quelle FTD.de 2009-07-20 11:10:45
 Juli 10th, 2009
Der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) unterzeichnete nach einem Bericht des „Manager-Magazin“ einen Beratervertrag für das Gasprojekt Nabucco. Fischer solle das Vorhaben „politisch und PR-mäßig“ vorantreiben. Der Vertrag habe eine sechsstellige Größenordnung.
Jetzt wissen Sie auch, warum in Georgien gezündelt wird und dass ein Überfall auf den Iran nur noch eine Frage der Zeit ist. Gleichzeitig kann man schön auf Russland herum bashen. Weil doch auf die Russen kein Verlass ist. Dass sich für die Unterbrechung der Gaslieferung nach Europa Georgien die Ukraine verantwortlich zeichnete, wird natürlich geflissentlich übersehen.
Herr Joseph Fischer ist Mitglied in der Atlantik-Brücke[?]. Dessen Schwesterverein das PNAC dürfte informierten Lesern ein Begriff sein.
Hier nur einige Mitglieder des PNAC[?] [1]:
* Dick Cheney, Vizepräsident (2001-2009)
* Donald Rumsfeld, Verteidigungsminister (1975-1977, 2001-2006)
* Paul Wolfowitz, stellvertretender Verteidigungsminister (2001-2005), Weltbank-Direktor (2005-2007)
* Richard Armitage, Vize-Außenminister (2001-2005)
* Richard Perle, Präsidentenberater (2001-2003)
* John R. Bolton, Botschafter bei den Vereinten Nationen (2005-2006)
* Lewis Libby, Stabschef des Vizepräsidenten (2001-2005)
* William J. Bennett, Direktor der Drogenaufsichtbehörde (1989-1991)
* Zalmay Khalilzad, Botschafter in Afghanistan (2003-2005), im Irak (2005-2007), bei den Vereinten Nationen[?] (2007-2009)
In solchen “Thinktanks” wird versucht, massiv Einfluss auf die Politik zu nehmen.
Die Atlantik-Brücke verleit den Eric-M.-Warburg-Preis, zu dessen Empfängern so illustre Personen wie Henry Kissinger[?] und George H. W. Bush[?] gehören und seit neuestem auch unsere verehrte Bundeskanzlerein. Das sich bei diesem Pipeline-Projekt mal wieder zwei (USA und Europa) um die Bodenschätze eines dritten (Georgien oder Iran) “kümmern”, wird schon lange nicht mehr in Frage gestellt. Komischerweise sind es immer dieselben Protagonisten, die bei solchen Deals in Erscheinung treten. Aber so passt’s ja auch.
Die weiteren Schlüsse seien dem geneigten Leser überlassen.
Quellennachweise:
[1] mit Auszügen aus Wikipedia
 Juli 6th, 2009
1. Köhler hält Steuersenkungen für möglich
Er stärkt seiner Partei in Sachen Wahlpropaganda den geschwächten Rücken und meint:
Wenn einige Dinge zusammenkämen, seien Steuersenkungen möglich. Vorraussetzungen seien Wirtschaftswachstum und damit höhere Staatseinnahmen.
Wo diese Vorrausetzugen herkommen sollen, sagt er uns natürlich nicht. Mag sein, dass sie keine Steuern erhöhen werden. Dann werden sie aber bestimmt neue erfinden… Kann mir mal einer verraten, woher die Demokratur-Bonzen in Berlin die Chuzpe nehmen, vor jeder Wahl das gleiche Theater abzuziehen?
Ach so, stimmt ja. Es ist ja unfair, Politiker an Wahlversprechen zu errinnern.
2. Obama zu Gesprächen in Moskau
Während dessen wird in seiner Heimat mit euphemistischem Neusprech ein Krieg gegen den Iran angekündigt. Joe Biden:
Die USA würden sich im Falle eines Angriffs Israels auf den Iran nicht in den Weg stellen. Die USA könnten einer souveränen Nation nicht vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen habe.
Sagte er in einem Interview mit ABC.
Ja nee, is klar. Da ja die USA festlegen, welche Nation souverän ist und welche nicht, und der Putsch, ääh die “grüne Revolution” nicht funktioniert hat, kann man die Drecksarbeit ja seinem Verbündeten überlassen. Die Unmengen an Rüstungsausgaben müssen ja irgendeinen Zweck haben. Wo kommen wir denn hin, wenn die neueste Waffentechnologie nicht auch mal am lebenden Objekt getestet werden kann. Zumal sich das ja alles bequem aus der Luft erledigen lässt. Also rein, alles platt machen und ein “demokratisches” Regime installieren.
Wilkommen 2009:
Krieg ist Frieden und Frieden ist Krieg.
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